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Die zehnte Landstromanlage der LINZ AG für Donau-Kreuzfahrtschiffe wurde in Betrieb genommen

Infrastruktur-Projekt

Von links.: Dipl.-Ing. Andreas Reinhardt, MBA, Leiter Energie Dienstleistungen in der LINZ AG, LINZ AG-Vorstandsdirektor Mag. DI Josef Siligan und Mag. Christian Lechner, Projektleiter Landstrom bei der LINZ AG.
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Mit der Inbetriebnahme der zehnten Landstromanlage hat die LINZ AG ihr umfassendes Infrastruktur-Projekt zur umweltfreundlichen Energieversorgung von Donau-Kreuzfahrtschiffen um einen weiteren leistungsstarken Knotenpunkt ausgebaut. Die neue Anlage erweitert das bestehende Angebot auf insgesamt sieben Landstromanlagen in Linz und drei weitere in Engelhartszell.

Gleichzeitige Versorgung von 13 Kreuzfahrtschiffen möglich

Die neue Anlegestelle befindet sich auf der Linzer Seite, flussaufwärts der Nibelungenbrücke auf Höhe der „Burgfried-Grenzsäule“. Sie wurde auf einem schwimmenden Ponton errichtet und ermöglicht die Versorgung eines Kreuzfahrtschiffes mit Landstrom. Damit stehen in Linz nun Landstromanlagen auf sieben Pontons zur Verfügung, die gemeinsam die gleichzeitige Versorgung von bis zu 13 Kreuzfahrtschiffen ermöglichen. Die neue Anlage ist „einreihig“ ausgeführt, da die Fahrrinne der Donau bei zwei parallel angelegten Schiffen zu stark eingeengt worden wäre. Die sechs bereits zuvor errichteten Anlagen sind zweireihig konzipiert und können jeweils zwei Schiffe parallel versorgen.

„Die Vorteile der Landstromversorgung liegen klar auf der Hand: Während der Liegezeiten ersetzen die Anlagen den Betrieb von Dieselaggregaten und reduzieren dadurch Lärm- und Luftschadstoffemissionen erheblich. Davon profitieren die Anrainer*innen, das Personal sowie die Passagiere auf den Schiffen und die Umwelt gleichermaßen. Damit setzen wir einen wichtigen Meilenstein für eine saubere und lebenswerte Donau-Region. Und die nahezu vollständige Anschlussbereitschaft der Schiffsbetreiber zeigt, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind, sagt
LINZ AG-Vorstandsdirektor Mag. DI Josef Siligan.

Präzise Hochleistungstechnik für die Schifffahrt

Ein zentrales Element der modernen Infrastruktur ist die präzise Hochleistungstechnik der Energieterminals. Diese sind mit sogenannten „Power-Lock-Systemen“ ausgestattet – robusten Anschlussleisten, die anstelle herkömmlicher Stecker eingesetzt werden. Für den sicheren Betrieb müssen die fünf Leitungen einzeln verbunden werden: Erdung, drei Phasen sowie der Nullleiter. Die Technik ermöglicht eine Versorgung von bis zu 400 Ampere bei 275 Volt über eine einzige Steckleiste. Zweireihige Terminals verfügen über zwei solcher Leisten und können somit zwei Schiffe gleichzeitig mit Landstrom versorgen – zuverlässig, effizient und auf höchstem Sicherheitsniveau.

„Mit der Inbetriebnahme unserer zehnten Landstromanlage erweitern wir die elektrische Versorgungsinfrastruktur entlang der Donau um einen weiteren leistungsstarken Knotenpunkt. Die nahezu vollständige Anschlussquote zeigt, dass unsere Systemarchitektur – von der Netzkapazität über die Transformatorentechnik bis hin zur normgerechten Schnittstelle zum Schiff – im operativen Betrieb überzeugt. Jede zusätzliche Anlage erhöht die Stabilität des Gesamtsystems, reduziert Emissionen durch den Wegfall von Dieselgeneratoren und verbessert die energieeffiziente Abwicklung des Liegebetriebs auf technischer Ebene nachhaltig , so Dipl.-Ing. Andreas Reinhardt, MBA, Leiter Energie Dienstleistungen in der LINZ AG.

Landstromanlagen reduzieren Emissionen und Lärm

Die Vorteile der Landstromversorgung liegen klar auf der Hand: Während der mehrstündigen bis mehrtägigen Liegezeiten ersetzen die Anlagen den Betrieb von Dieselaggregaten und reduzieren dadurch Lärm- und Luftschadstoffemissionen erheblich. Davon profitieren Anrainer*innen, Personal auf den Schiffen sowie die Passagiere und die Umwelt gleichermaßen. Die bisherigen rund 5.180 Anschlussvorgänge, bei denen 6.620.000 kWh bezogen wurden, zeigen eine deutliche Wirkung: Bereits 6.500 Tonnen CO₂ konnten eingespart werden, zusätzlich 67 Tonnen Stickoxide und 1,6 Tonnen Feinstaub. Auch die spürbare Lärmreduktion ist ein wesentlicher Gewinn für die Lebensqualität entlang der Donau.

Kreuzfahrtschiffe haben einen sehr hohen Energiebedarf

Ein Donau-Kreuzfahrtschiff hat einen Energiebedarf, der dem eines voll ausgestatteten Hotelbetriebs an Land entspricht. Als schwimmendes Hotel benötigt es während der Liegezeit große Mengen Strom – für Klimatisierung, Küche und Restaurant, Beleuchtung, Wäscherei und viele weitere Bereiche. Bis April 2024 wurde dieser Strom an den Anlegestellen ausschließlich durch dauerhaft laufende Dieselgeneratoren erzeugt. Das führte jedoch zu erheblichen Abgas- und Luftschadstoffemissionen in ohnehin stark belasteten Stadtbereichen. Zusätzlich entstand vor allem nachts eine deutliche Lärmbelastung für die Anrainer*innen. Mit den Landstrom-Anlagen der LINZ AG kehrt nun sprichwörtlich Ruhe ein, ein Gewinn nicht nur für die Anrainer*innen.

Investition in eine saubere Donau-Zukunft

Für den Ausbau der Landstromversorgung in Linz und Engelhartszell hat die LINZ AG insgesamt rund 6 Millionen Euro investiert. Diese Summe umfasst die vollständige Umsetzung des Projekts – von der technischen Infrastruktur bis hin zur Netzanbindung. Die hohe Qualität und Zukunftsorientierung des Vorhabens haben auch die Europäische Union überzeugt, das Projekt entsprechend zu fördern. Mit dieser Investition konnte eine moderne, leistungsfähige und nachhaltige Energieversorgung geschaffen werden, die die Donau-Region langfristig ökologisch entlastet und gleichzeitig den Kreuzfahrttourismus stärkt.

„Wir können mit großem Stolz auf ein wegweisendes Infrastrukturprojekt blicken. Allein auf der Linzer Seite stehen nun fünf moderne Landstromanlagen bereit, während zwei weitere auf der Urfahraner Seite den umweltfreundlichen Liegebetrieb der Kreuzfahrtschiffe sichern. Diese Investition in eine saubere Donau-Zukunft zeigt, wie innovative Technik und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen – zum Nutzen von Anwohner*innen, Tourist*innen und der Umwelt“, erklärt Mag. Christian Lechner, Projektleiter Landstrom bei der LINZ AG.


LINZ AG für Energie, Telekommunikation, Verkehr und Kommunale Dienste

Die LINZ AG ist ein Unternehmen der allgemeinen Daseinsvorsorge. Mit ihren Dienstleistungen und Produkten sichert sie die Grundversorgung der Menschen in Linz und 117 Gemeinden. Die verlässliche Versorgung von 400.000 Kund*innen mit Wasser und Energie, die Entsorgung von Abfällen und Abwässern gehören ebenso zu den Aufgaben der LINZ AG wie die Bereitstellung des öffentlichen Verkehrs, der Linzer Bäder oder der Betrieb der städtischen Friedhöfe. Für die in Linz und Umgebung angesiedelten Wirtschaftsbetriebe sind darüber hinaus der Linzer Hafen und die Telekommunikationsdienste des Unternehmens von großer Bedeutung. Die LINZ AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Unternehmensgruppe der Stadt Linz Holding GmbH und beschäftigt mehr als 3.400 Mitarbeiter*innen.

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Susanne Gillhofer
Pressesprecherin LINZ AG

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